4/5,  Fantasy,  Rezension,  Summer Reading Challenge 2018,  Young Adult

Marissa Meyer – Wie Monde so silbern

The Future Is Bright: Read a book that takes place in the future.

Die junge und äußerst begabte Mechanikerin Linh Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter Adri und ihren zwei Stiefschwestern Peony und Pearl, mit denen sie sich teils gut, teils weniger gut versteht. Tagtäglich versucht Cinder die Sticheleien ihrer Familie zu ertragen, Essen auf den Tisch zu bringen und dabei ihre wahre Identität – zu ihrer eigenen Sicherheit – geheim zu halten. Eines Tages, als sie gerade an ihrem Marktstand in Neu-Peking auf Kunden wartet, steht ihr plötzlich der Prinz des Asiatischen Staatenbundes – Prinz Kai – gegenüber. Cinder soll einen seiner königlichen Androiden reparieren, der nicht mehr zu funktionieren scheint. Diese Begegnung wirft zahlreiche Fragen auf. Dann erkrankt auch noch Cinders Stiefschwester Peony an der blauen Pest, einer Krankheit, für die es keine Heilung gibt. Und plötzlich taucht die Königin von Luna auf und will unbedingt Prinz Kai heiraten. Die Ereignisse überschlagen sich und finden während des großen Balls ihren Höhepunkt. Neben ihrem Schuh droht Cinder dort noch weitaus mehr zu verlieren…

„Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer ist 2015 im Carlsen Verlag in der deutschsprachigen Ausgabe erschienen. Der Umschlag der Hardcoverausgabe ist sehr ansprechend, mit dem prägnantesten Symbol der Märchengrundlage, gestaltet. Dieser Young Adult-Roman ist der Auftakt zu der vierteiligen Reihe der Luna-Chroniken, in der Meyer eine Welt zeichnet, die mehr als 100 Jahre nach dem 4. Weltkrieg spielt. Es ist eine hochmoderne Welt, in der es nicht nur Androiden als Haushaltshelfer, sondern auch Cyborgs – halb Mensch, halb Maschine – gibt. Daneben gibt es noch die Lunarier – Menschen, die auf dem Mond leben. Schon lange versuchen die Staaten der Erde einen Friedensvertrag mit den Lunariern zu schließen, die der Erde immer wieder mit Krieg drohen.

Die Handlung ist leider an manchen Stellen sehr vorhersehbar und nicht immer wird dem Leser diese neue Welt bis ins Detail beschrieben. Der Schreibstil von Marissa Meyer ist flüssig und sehr angenehm, wobei sie sowohl romantische als auch humorvolle und actionreiche Szenen gut beschreiben kann. Die liebenswerte Protagonistin Cinder trägt dazu bei, dass man als Leser mit der Geschichte mitfiebert. Das Ende ist recht offen gehalten und macht neugierig auf den zweiten Band. In diesem geht es zwar um eine andere Geschichte, allerdings taucht Cinder auch hier wieder auf.  

In „ Wie Monde so silbern“ präsentiert Marissa Meyer eine faszinierende Mischung aus Science-Fiction, Dystopie und Märchenadaption. Eine altbekannte Geschichte, in der aber nichts mehr so ist, wie man es kennt. Doch gerade das macht ihren ganz eigenen Charme aus.

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