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Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Ich muss zuerst gestehen: Ich hab den Film zuerst gesehen. Dann das Buch gelesen. Dies hat dazu geführt, dass ich beim Lesen immer Emilia Clarke und Sam Claflin, die die Hauptcharaktere Lou und Will mimen, vor Augen hatte. Da es zwei ganz hervorragende Schauspieler sind, war das für mich nicht weiter schlimm, vor allem Emilia ist eine großartige Lou. Aber der Reihe nach.

Lou wohnt noch bei ihren Eltern und versucht Geld für die eher leere Familienkasse dazu zu verdienen und so auch ihrer alleinerziehenden Schwester ein Studium zu ermöglichen. Als Lou ihren Job verliert, ist die Verzweiflung zunächst groß, zumal sie nicht so schnell etwas Neues und Passendes finden kann. Doch dann bekommt sie die Stelle bei Will, der vom Hals abwärts gelähmt ist und den sie betreuen soll. Was sie zunächst nicht weiß, sondern nach einiger Zeit erst erfährt, ist, dass Will – zutiefst unglücklich über seinen Zustand – beschlossen hat, Suizid zu begehen. Damit er dies nicht alleine tut, haben seine Eltern mit ihm einen Pakt geschlossen, dass er noch ein ganzes halbes Jahr wartet und sie ihn dafür in die Schweiz begleiten. Für dieses halbe Jahr ist Lou angestellt und die Eltern hoffen heimlich, dass ihr Sohn seinen Entschluss nochmal ändert. Lou scheint die richtige Person dafür zu sein, denn sie sprüht mit ihren bunten Klamotten und locker-leichten Art nur so vor Lebensfreude. Und so finden Will und Lou nach einiger Zeit und schwierigen Phasen tatsächlich einen Draht zueinander.

Dieser Roman hat alles, was eine gute Geschichte in diesem Genre ausmacht: Höhen und Tiefen, große Gefühle, Witz und Charme, Ehrlichkeit. So bringt er gleichermaßen zum Lachen und Weinen, Schmunzeln und Nachdenken. Den werde ich wohl nicht nur einmal lesen.

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